
Redaktion
Der TSV 1861 Hof meistert die schwierige Aufgabe in Bamberg und gewinnt 30:26. Damit bleibt die Tür zur
Meisterschaft weit offen.
HofDie Handballer des TSV 1861 Hof haben ihr
Meisterschaftsspiel erfolgreich gestaltet. Mit einem
30:26-Auswärtssieg beim Tabellendritten aus
Bamberg sicherten sich die Saalestädter die Chance,
am kommenden Wochenende im direkten Duell mit
dem TV Ebern die Meisterschaft in der Bezirksliga
klarzumachen.
Die Ausgangslage war eindeutig: Nur mit einem Sieg
würde Hof die Entscheidung um den Titel in der
eigenen Hand behalten. Dass dies keine leichte
Aufgabe werden würde, hatte bereits das Hinspiel
gezeigt, das die Hofer vor zwei Wochen nur knapp für
sich entschieden hatten.
Diesmal erwischte der TSV jedoch einen starken Start.
Vor allem die beiden A-Jugendlichen Julian Duchon
und Louis Zenkel setzten über die Außenpositionen
Akzente. Mit sehenswerten Treffern brachten sie ihr
Team früh mit 8:3 in Führung. Als ein Bamberger
Spieler zudem die Rote Karte sah, schien das
Momentum endgültig auf Seiten der Gäste zu liegen.
Doch Hof verlor in der Folge etwas den Faden.
Ungenauigkeiten im Angriff und defensive
Abstimmungsprobleme ließen die Gastgeber wieder
ins Spiel kommen. Auch eine Auszeit von Trainer
Nützel konnte den Lauf der Bamberger zunächst nicht
stoppen. Nach 24 Minuten stand es plötzlich 13:13 in
der Berufsschulhalle.
Der Ausgleich wirkte jedoch wie ein Weckruf für die
Hofer. Kurz vor der Pause setzte sich der TSV wieder
ab. Hannes Riedel erzielte mit der Halbzeitsirene das 17:14 für die Gäste.
Hof agiert eiskalt
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine intensive Begegnung. Bamberg zeigte, warum es auf Tabellenplatz drei steht, und
blieb stets in Schlagdistanz. Auch ein Torwartwechsel der Gastgeber brachte die Hofer zwischenzeitlich aus dem Rhythmus. Immer
wieder setzte sich der TSV auf mehrere Treffer ab, doch Bamberg kämpfte sich – auch begünstigt durch Fehler der Gäste – zurück.
In der schwächsten Phase der Hofer, als ihnen innerhalb von fast zehn Minuten nur zwei Treffer gelangen, drohte die Partie zu
kippen. Neun Minuten vor dem Ende verkürzte Bamberg auf 24:25.
Kurz zuvor hatte Dippold mit zwei Treffern über Rechtsaußen noch für ein Polster gesorgt und auf 27:24 erhöht. Wenig später sah
er jedoch wegen eines harten Fouls die Rote Karte, sodass Hof die Schlussphase in Unterzahl überstehen musste.
Beim Stand von 26:27 erhielt jedoch auch Bamberg eine Zeitstrafe. Hof nutzte die Überzahl clever. Drei Treffer in Folge sorgten
schließlich für die Entscheidung und den 30:26-Endstand.
Großen Anteil am Auswärtssieg hatte auch Torhüter Nino Aschenbrenner. Der zweite Hofer Keeper parierte vier von sechs
Siebenmetern und gab seiner Mannschaft damit wichtige Sicherheit.
Damit kommt es an diesem Samstag zum entscheidenden Spiel um die Meisterschaft. Der TSV 1861 Hof tritt um 18 Uhr beim TV
Ebern in der Kultur- und Sporthalle Ebern an. Zahlreiche Hofer Fans wollen ihre Mannschaft mit einem Reisebus begleiten.
Schiedsrichter: Macheleid. – Zuschauer: 60. – Strafzeiten: 4:4. – Rote Karten: Hemmer (Bamberg), Dippold (Hof).